Warum wachsen Pflanzensamen immer so schlecht?
Frage von : Warum wachsen Pflanzensamen immer so schlecht?
Meine Muter (die ihr Leben lang einen Riesengarten bewirtschaftet hat) meinte letztens, dass Sämereien meistens nicht gut aufgehen udn ich doch lieber gleich Pflanzen holen soll.
Da ich aber dachte, ich versuch’s erst mal so, ehe ich noch mehr Geld ausgebe, habe ich überall nach Anleitung gesät (normaler Boden und Standort).
Irgendwie kommen bisher nur die Zwiebeln (Iris, usw) aber die “kleinen” Samen (Strandflieder, Lavendel, Vergismeinnicht, Klatschmohn, …) scheint absolut nicht zu kommen.
Ist das normal, oder machen Anfänger (naja, ein bißchen kenne ich mich ja schon aus) meist irgendwelche Fehler?
Beste Antwort:
Answer by swisstrotter
Aus langjähriger Erfahrung weiss ich, dass man je nach Pflanze möglichst genau mehrere Faktoren beachten muss:
Einige Samen bevorzugen besondere Bodenarten
Der Keimerfolg hängt im jedem Fall von den Temperaturen und der Feuchtigkeit ab (hier hat jeder Samen andere Ansprüche)
Nicht zuletzt muss man auf die richtige Tiefe einsäen.
Du erwähnst das Beispiel Mohn. Mohnsahmen brauchen nebst dem richtigen Boden und Feuchtigkeit auch Licht, um keimen zu können. Daher sollen die Samen auf keinen Fall in die Erde eingearbeitet oder damit zugedeckt werden.
Eigentlich sind ja die Saatempfehlungen auf den Samenpackungen angegeben. Danach zu handeln ist auf jeden Fall der beste Weg.
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Kommentare(3)
Jede Saat braucht spezielle, optimale Bedingungen. Bärlauchsamen brauchen eine Zeitlang Frost, sonst keimen sie nicht, Petersilie braucht bis zu 30 Tage um zu keimen, im Garten sind da längst die Unkräuter schneller. Am besten, in Blumenerde in Töpfen im Haus aussäen und die Pflanzen dann in den Garten. Bei Tomaten, Paprika, Petersilie Salat und Schnittlauch geht das so am besten.
Bei anderen Samen auf die Anleitung achten und nicht zu früh aussäen.
Entweder sind die Sämereien nicht mehr keimfähig (alt) oder du legst die Samen zu tief.
Faustregel: Die Samen sollen so tief gesät werden wie sie dick sind.
Also kleine Samen kaum bedecken und dickere eher tiefer legen.
Außerdem immer gleichmäßig feucht halten, evtl. mit einem Vließ schattieren damit die Sonne nicht gleich die kleinen Keimlinge verbrennt.
Am besten ist es, die Samen in einer Schale / Topf aussäen um eine bessere Kontrolle darüber zu haben und dann nach Bedarf pikieren um sie später auszupflanzen.
Verschiedene Pflanzen eignen sich auch nicht für jeden beliebigen Boden.
ciao
Du kannst prüfen, ob deine Samen überhaupt noch keimfähig sind, indem Du sie auf eine nasse Unterlage legst und beobachtest. Sie dürfen aber nicht wieder austrocknen. Gut eignen sich auch diese kleinen Kokos-Quelltöpfe, die es in jeder Gärtnerei gibt. Samen, deren Tüten einmal geöffnet wurden, keimen oft schon im nächsten Jahr nur noch schlecht, ich weiß nicht, warum.
Säst Du direkt im Freiland, ist das auch hier die Bedingung: die Samen dürfen nicht wieder austrocknen. Da die Erdschicht, welche die Samen bedeckt, nur sehr dünn ist, geht das schnell. Du mußt also täglich gießen, wenn es nicht regnet.
Ich ziehe sehr viel in kleinen Töpfen vor. Ich sähe immer 3 Samen in jeden Topf. Geht mehr als eine Pflanze auf, lasse ich nur eine stehen. Diese lasse ich so groß werden, dass sie den Mini-Topf durchwurzelt und schon das erste richtige Blattpaar gebildet hat, dann setze ich sie mit dem Erdballen ins Beet. Das hat den Vorteil, dass Du die Pflanzabstände viel besser regulieren kannst als bei der Direktsaat. Nur Wurzelgemüse sähe ich direkt ins Beet, weil diesen Pflanzen nach meiner Erfahrung das Umpflanzen nicht bekommt.
Kleine Töpfe bekommst Du kostenlos, indem Du sie von den gekauften Pflanzen aufhebst.